Aus unserem Programmheft:

 

 

Sonntag, 9. Oktober 2005


Detmolder Kammerorchester

Eckhard Fischer, Leitung
Sharon Kam, Klarinette


 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791):

 


Sinfonie A – Dur KV 134

 

Allegro – Andante – Meuetto – Allegro

 

 

Klarinettenkonzert A – Dur KV 622

 

Allegro – Adagio – Rondo (Allegro)

 

 

Pause

 

 

Sinfonie g – moll KV 550

 

Allegro moderato – Andante – Menuetto – Allegro assai

 

 

 

Die israelische Klarinettistin Sharon Kam gehört zur Weltelite der Klarinettisten. Ihre Karriere ist sensationell.

 

Ersten Klarinettenunterricht erhielt sie in Israel bei Eli Eban und Chaim Taub. Wettbewerbserfolge im Alter von 12 Jahren brachten ihr ein Auslandsstipendium an der Juilliard School in New York ein. Ihr Lehrer war dort Charles Neidlich. Im Alter von 16 Jahren debütierte sie aufsehenerregend als Solistin mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Ein Jahr später (1990) war sie Solistin des historischen gemeinsamen Konzerts des Israel Philharmonic Orchestras und der Berliner Philharmoniker, erneut unter Zubin Mehtas Leitung.

 

In 1992 gewann sie den ARD-Wettbewerb in München, den Davidoff-Preis des Schleswig-Holstein-Festivals und den japanischen Preis der Bunkamura Orchard Hall.

 

Seither ist sie in allen bedeutenden Musikzentren der Welt zu Gast, spielt als Solistin mit großen internationalen Orchestern (z.Bsp.: Berliner Philharmoniker, Chicago Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Philharmonische Orchester Hamburg, Tokio, Toronto Symphony, Israelic Symphony Orchestra, RSO Frankfurt, SO des Bayerischen Rundfunks u.a.) und hat mit großen Instrumentalisten zusammen musiziert, darunter Isaac Stern, Menahem Pressler, Yefim Bronfman oder auch dem Guarneri Quartet. Daneben ist sie regelmässiger Gast der Festivals von Seattle, Vancouver, Marlboro, Colorado und der Salzburger Festspiele.

 

Ihre Diskographie umfasst zur Zeit 14 CDs mit u.a. den Klarinettenkonzerten von Mozart, Weber, Copland u.a., mit dem Komponisten selbst am Pult auch die Werke von Krzysztof Penderecki.

 

 

 

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Das Detmolder Kammerorchester ist 1989 aus dem bedeutenden „Kammerorchester Tibor Varga“ hervorgegangen, nachdem dessen Gründer und Leiter, der große ungarische Geiger Tibor Varga (1921 – 2003), seine von 1949 bis 1986 an der Hochschule für Musik Detmold ausgeübte Unterrichtstätigkeit beendet hatte. Nach wie vor sind die Orchestermusiker Leistungsträger und Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Auch der jetzige Künstlerische Leiter und Chefdirigent des Ensembles, Eckhard Fischer, ist Geiger und Professor für Violine und Kammermusik an der Detmolder Musikhochschule. Zugleich gehört er als Geiger dem von ihm gegründeten international sehr erfolgreichen Klaviertrio „Trio opus 8“ an.

 

Als „Kammerorchester Tibor Varga“ und jetzt als Detmolder Kammerorchester blickt das vom Land Nordrhein-Westfalen, von der Stadt Detmold und vom Kreis Lippe wie auch vom Landesverband Lippe kontinuierlich unterstützte Orchester auf eine 50 Jahre lange Tradition zurück und ist eine feste Größe im deutschen Musikleben. Das Orchester nimmt auch zahlreiche Auslandsverpflichtungen wahr.

 

Charakteristisch für das Ensemble ist seit jeher eine frische musikantische und temperamentvolle Spielweise. Die Presse vermerkt immer wieder die große Spielfreude zugleich Virtuosität der Musiker, die besondere Ausstrahlung des Orchesters, seine Subtilität, Beweglichkeit, Leichtigkeit und Eleganz.

 

Das Repertoire des Detmolder Kammerorchesters umfasst Werke aller Epochen von Johann Sebastian Bach bis in die Gegenwart. Einige zeitgenössische Kompositionen sind dem Kammerorchester gewidmet.

 

Das Detmolder Kammerorchester musiziert mit Solisten internationalen Rangs, darunter die dem Publikum des Marburger Konzertvereins bestens bekannten Matt Haimovitz, Kevin Kenner, und Michala Petri.

 

 

 

 

 

Eckhard Fischer hat 1996 die künstlerische Leitung des Detmolder Kammerorchesters von Christoph Poppen übernommen. 1959 in Stuttgart geboren, studierte er Violine bei Ricardo Odnoposoff und bei Josef Gingold, Kammermusik bei György Sebok, Leon Fleisher, dem Trio di Trieste und dem Melos Quartett und Dirigieren bei Alexander Sumski. Vier Jahre lang war er Mitglied des Stuttgarter Streichquartetts. In 1985 gründete Eckhard Fischer das Klaviertrio „Trio opus 8“, dessen Geiger er seither ist, und das heute zu den führenden deutschen Klaviertrios zählt. Sowohl als Solist als auch mit dem Stuttgarter Streichquartett und mit dem „Trio opus 8“ ist Eckhard Fischer Preisträger zahlreicher bedeutender Wettbewerbe. Seit 1990 ist er Professor für Violine an der Musikhochschule Detmold.